Bau eines Kletterturms
Klettertürme sind sehr beliebt bei den Hamstern - sie sollten in keinem Gehege fehlen, da sie für zusätzliche Beschäftigung und Abwechslung sorgen. Die Tiere können den Turm natürlich zum Klettern, aber auch zum Verstecken verwenden - oder einfach als Ruheplatz zum Verweilen. In meiner Bauanleitung werde ich zum besseren Verständnis die Arbeitsvorgänge in vier Kategorien aufteilen:
- Werkzeug und Material
- Anzeichnen und Bohren der Durchgangslöcher
- Zusammenleimen des Turms
- Dach, Stelzen und Zusatzetage anbringen
1. Werkzeug und Material
Des weiteren benötigen Sie noch Schleifpapier zum Abschmirgeln des Holzes, damit sich der Hamster bei den Ecken, Kanten und Lochdurchgängen nicht durch splittiges und scharfkantiges Sperrholz verletzen kann. Die genaue Körnung wird weiter unten erklärt.
Ich verarbeite für meine Klettertürme meistens 6 mm dickes Pappel-Sperrholz. Natürlich kann man auch eine dickere Variante verwenden - meines Erachtens aber nicht unbedingt notwendig, da das 6 mm dicke Holz eine gute Standfestigkeit für den Kletterturm gewährleistet. Nicht empfehlenswert wäre dünneres Sperrholz (z.B. 4 mm), da es nicht stabil genug ist und außerdem von kleinen Nagerzähnchen in Nullkommanichts durchgenagt wäre.
Die Größen des Kletterturms fallen je nach Art des Hamsters unterschiedlich aus; so benötigt ein Zwerghamster natürlich kleinere Maße als ein Mittelhamster. Meine Beispielfotos zeigen den Bau eines Kletterturms für einen Mittelhamster (MH) und deshalb gebe ich auch die Maße für eben diese Hamstergröße an, werde aber in Klammern daneben die Größen für einen Zwerghamster schreiben.

Beim Holzzuschnitt ist darauf zu achten, dass die gegenüberliegenden Seiten genau gleiche Maße haben - sollte dies nicht der Fall sein wird man später Probleme beim Zusammenleimen haben. Ebenso ist auf die Höhe des Turms zu achten; meine gängigen Maße sind für Mittelhamster maximal 25 cm, für Zwerghamster maximal 20 cm.
Die Wandbreite vorne und seitlich entscheiden Sie selbst; ich kann hier nur die Durchschnittsmaße angeben, da jeder Kletterturm individuell von mir gebaut wird und sich in die dazugehörige Einrichtung anpassen muss. Erfahrungsgemäß haben sich aber folgende Größen herauskristallisiert:
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Zusätzlich zum Holzzuschnitt benötigen Sie noch etwas Restholz für eine kleine Zusatzetage, die ich weiter unten erkläre. Außerdem muss der Kletterturm einen Zwischenboden erhalten, da sonst der Hamster nicht hinauf- und hinunterklettern kann. Dieser Zwischenboden fällt immer je nach Maßgenauigkeit beim Zuschnitt und Zusammenleimen verschieden groß aus bzw. kann jeweils um ein paar mm variieren, deshalb empfehle ich von vornherein ein größeres Stück zu nehmen das man sich dann zu gegebener Zeit, wenn dieser eingeklebt werden soll, passgenau zuschneidet. In der Theorie für unseren Kletterturm wäre der Boden
- 14 x 16,8 cm (Zwerghamster 12 x 13,8 cm)
groß. Das Dach des Turms ist bei meiner Bauweise immer 1 cm überstehend auf jeder Seite, somit wären die Maße für den Kletterturm
- 20 x 16 cm (Zwerghamster 17 x 14 cm)
Das Turmdach wird noch mit Leisten oder evtl. mit Dübeln, je nach Belieben, verziert und sollte im vornherein bei der Materialbeschaffung berücksichtigt werden. Ebenso die Stelzen, sollte der Turm im Einstreu stehen, dürfen nicht vergessen werden (ich benütze hierfür meistens 1 x 1 cm dicke Buche-Vierkantleisten).
2. Anzeichnen und Bohren der Durchgangslöcher
Erfahrungsgemäß ist es sinnvoller, die Durchgangslöcher VOR dem Zusammenleimen des Turms zu bohren. So verhindert man das "Einreißen" des Holzes bei den Lochrändern, zudem kann man das Holz während des Bohr-Vorgangs besser festhalten. Unser Kletterturm hat auf der Vorderseite zwei Durchgangslöcher (oben und unten); an den beiden Seitenteilen links und rechts jeweils ein Loch oben und eins unten. Bitte beachten Sie die Lochgröße:
- für Mittelhamster mindestens 7 cm (Zwerghamster mindestens 5 cm).
Der genaue Mittelpunkt wird mit Bleistift als Kreuz auf dem Holz gekennzeichnet, damit man genau dort den Bohrer ansetzen kann.
| Die Löcher werden gebohrt. Ich verwende als Untersatz einen alten Holzblock, da der Bohrer beim Durchbrechen des Holzes sonst die Arbeitsfläche beschädigen würde. |
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| Nach dem Ausbohren müssen die Lochränder gut abgeschliffen werden, da sich sonst das Tier verletzen könnte. Hierfür verwende ich zwei verschiedene Schleifpapiere: ein Grobes mit 80er Körnung und danach ein Feines mit 240er Körnung. |
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3. Turm zusammenleimen
Beim Zusammenleimen der einzelnen Bauteile ist darauf zu achten, dass immer ein Seitenteil mit der Rückwand, das andere Seitenteil mit der Vorderwand genauso angeklebt wird wie beim "Gegenüber"; bei meinen Turmleimungen liegt immer das Seitenteil auf. Somit wären bei unserem Turm die beiden Wände um die Breite der Seitenteile jeweils verkürzt: anstatt 18 cm haben wir nun 17,4 cm.
4. Dach, Stelzen und Zusatzetage anbringen
Für das Turmdach schneidet man ein Holzstück zurecht, das an jeder Seite ca. 1cm übersteht - somit erzielt man einen schönen optischen Effekt zusätzlich zum Geländer, das im letzten Arbeitsgang aufgeklebt wird. Nach dem Abschleifen legt man das Holzstück auf den Turm und zeichnet mit dem Bleistift von innen (in den oberen Durchgangslöchern) jeweils einen kleinen Strich an den vier Seiten an.
| An diesen Markierungen werden kleine Vierkant-Hölzer angeklebt; ich verwende dazu meistens Verschnitt-Holz. |
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Somit ist nun das Dach standfest gesichert und man kann die Geländer anleimen. Es gibt viele Varianten der Geländer-Gestaltung, die ich Ihnen gerne in der Ruprik Geländerverzierungen erläutere.
FERTIG!!!
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