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Das Gehege: So groß wie möglich !

 

Ich lege besonderen Wert auf tiergerechte Gehegegrößen – das war und ist die Basis meines Bauens, denn nur in entsprechender Raumgröße kann ein Hamster sich entfalten und nutzt somit auch alle seine ihm zur Verfügung stehenden Einrichtungen.

 

Der Tierschutz empfiehlt eine Mindestgröße von 100x40 bzw. 50cm für Mittelhamster und 80x50cm für Zwerghamster; nach diesen Maßstab richten sich auch Tierschutzorganisationen die die Nottiere unter diesen Gehege-Vorraussetzungen weitervermitteln. Lange Zeit habe ich auch für diese Gehege-Maße Einrichtungen gebaut; mittlerweile habe ich mir bezüglich der Mindestmaße meine eigene Meinung gebildet und bin der Ansicht, dass (speziell für Mittelhamster) eine Gehege-Länge von 80cm viel zu wenig ist. Hamster sind sehr bewegungsfreudig; eine Rennbahn zum Flitzen sollte deshalb dementsprechend lang sein damit die Kleinen mal ordentlich Gas geben können. Auch genügend Platz zum Graben sollte vorhanden sein - und wenn möglich nicht alles zugestellt mit vielen Stelzen, die die Bauten tragen; dies kann nämlich die Knabberei in der Nacht gehörig fördern (die Stelzen sind im Weg die müssen weg!). Deshalb kann von einer "artgerechten" Tierhaltung in einem Gehege, das kürzer als 1 m ist, nicht die Rede sein und aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, keine Bauten mehr für kleinere Gehege zu erstellen.


Meine Bauten sind passend für Gehege mit folgendem MINDEST-Maß:

 


Gehege-Größe 100 x 40cm für Zwerghamster

bzw.

100 x 50cm für Mittelhamster 

 


Bedenken Sie, das sind MINDEST-Maße – je größer ein Gehege umso abwechslungsreicher und besser ist es eine passende Einrichtung zu gestalten. Sollte Ihr Gehege diese Maße leider unterbieten, dann besorgen Sie sich schnell ein Größeres – erst dann kann ich für Sie tätig werden.

 

Bitte beachten Sie hierzu die wirklich tolle Infoseite von Christine Wilde: KLICK

 

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Bauten für Gruppenhaltung (Campbells):


In letzter Zeit erreichten mich sehr viele Bauanfragen für Einrichtungen bezüglich Gruppenhaltung von Campbells. Ich selbst habe keine Haltungs-Erfahrungen mit mehreren Hamstern in gleichem Gehege, aber durch einige Recherche habe ich mir nun Prioritäten gesetzt an die ich mich halten werde und sie vorab darüber informieren möchte. 


 

Bitte beachten Sie, dass ich nur Bauaufträge annehme, die für Gruppenhaltung eine MINDEST-Länge von 120cm und Tiefe von 50cm des Geheges vorsehen.


 

 

Meines Erachtens kann eine Gruppenhaltung in einem Gehege mit den Maßen 100x40cm oder 80x50cm nicht artgerecht sein - dies ist die empfohlene MINDESTgröße für EINEN Hamster, wie sollen sich dann mehrere Tiere in so einem beengten Raum wohlfühlen? Auch die Begründung, dass es bei größeren Gehegen zu Revierkämpfen kommen kann, kann mich nicht überzeugen; schließlich empfehlen ja die Tierschutzorganisationen bei einer kleineren Gehegegröße anzufangen und dann diese zu erweitern.

 

Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen erst dann für Sie tätig zu werden, wenn Ihr Gehege für mehrere Hamster eine Mindestlänge von 120cm und Tiefe von 50cm aufweisen kann. Ich hoffe auf Ihr Verständnis für meine persönliche Einstellung zu einer tiergerechteren Haltung.

 



Holz: Nur Laubbaum!

Ich verwende ausschließlich Laubbaum-Holz - in meinen Bauten werden Sie kein Kiefern- oder Fichtenholz finden. Das hat jenen Grund, da Nadelholz Harz enthält das jederzeit (meistens bei hohen Temperaturschwankungen) austreten kann und unverträglich für Hamster ist. Anders ist es bei Meerschweinchen-Bauten: diese Nager vertragen durchaus das Harz und somit ist es für sie nicht gefährlich. Da ich aber hauptsächlich für Hamster baue, habe ich mich gegen Nadelholz entschieden.

Ich verwende verschiedene Holzarten, darunter am meisten Pappelsperrholz, 6 oder 8 mm dick - je nach Bedarf. Pappel ist einfach in der Handhabung und auch in der Verarbeitung, da es sehr weich ist. Anders ist es bei Buche; dies ist ein Hartholz und deshalb auch schwieriger zu verarbeiten. Ich bin ein absoluter Buche-Fan und arbeite sehr gerne mit dieser Holzart, allein das Farbenspiel hell (Pappel) - dunkel (Buche) fasziniert mich jedesmal auf´s Neue und lässt immer wieder neue Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten im Gehegebau zu. Gerne verarbeite ich auch Ahorn oder Birke; das entscheide ich individuell oder ich spreche das im Vorfeld mit dem zukünftigen Besitzer der Einrichtung ab. Die Laufflächen von Ebenen, Dächern und Brücken bestehen aus 1 cm dickem Buchenholz, da Buche nicht so viel Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt und somit "resistenter" gegen Temperaturschwankungen ist. Eine Ebene aus Pappel verbiegt sich viel schneller im Sommer (höhere Luftfeuchtigkeit) als eine aus Buche (oder wirft Wellen) - und da dies auch ein optischer Störfaktor bei der Gehege-Betrachtung ist, habe ich bereits im Vorfeld diese Gefahr gebannt und mich für Buche entschieden.

 

 


Keine Nägel !

Sie suchen vergeblich eingeschlagene Nägel in meinen Bauten; diese bergen eine hohe Gefahrenquelle in sich und deshalb habe ich mich gegen diese entschieden. Meine Bauten werden mit einem ungiftigen Holzleim miteinander verklebt, der wasserfest ist. Nägel halten zwar Bauten zusammen - können aber auch von Nagerzähnchen freigenagt werden und bieten somit eine große Verletzungsgefahr für das Tier.

 

Da aber nur bei Verleimung die Standfestigkeit der Ebenen und Brücken mit den Stelzen nicht gewährleistet wäre, benütze ich Schrauben, die direkt in die dicken Stelzen hineingebohrt ("versenkt") werden und somit keinen Nage-Ansatz bieten. Mit dieser Variante wären gleich "zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen": zum einen stehen die Ebenen gut und sicher, und zum anderen kann man zur evtl. Desinfizierung im Backofen oder Eisfach die Stelzen einfach wieder abschrauben.

 

Zur Einhängung der Rampen und Leitern benütze ich 15 mm große Schraubhaken, die bis zum "Anschlag" ins Holz eingeschraubt werden, sodass keine Gefahrenquelle entstehen kann. Ich achte sehr darauf, dass zwischen Ebene und Rampe kein zu großer Spalt freiliegt um womöglich ein Beinchen der Tiere einzuklemmen.

 

 


Die Bauten: Möglichst tiergerecht !

Die einzelnen Gehege-Einrichtungen baue ich individuell in entsprechender Größe abgestimmt auf den zukünftigen Bewohner, da beide Hamsterarten ja schließlich unterschiedlich groß sind und dementsprechende Bedürfnisse an den Tag legen. Ein Mensch von 2 m Größe würde auch bestimmt NICHT in einem Haus wohnen wollen, bei dem er sich ständig den Kopf anschlägt weil die Decke zu niedrig gebaut ist... Somit wäre z.B. ein Schlafhäuschen für Mittelhamster 15 cm hoch - für Zwerghamster nur 11 cm.

 


files/content/Meine Tierhaltung/Frodo/Frodo3 230809.JPGDas Gleiche gilt auch für die Durchgangslöcher: für Mittelhamster schneide ich diese passend auf 7 cm, für Zwerghamster auf 5 cm aus. Das hat den Hintergrund, dass ein Hamster mit vollgestopften Hamsterbacken-Taschen mit kleineren Hauseingangs-Löchern starke "Probleme" bekommen würde, da er versuchen wird sich irgendwie durchzuzwängen. Das gebunkerte Futter in den Hamsterbacken kann Risse oder Verletzungen innerhalb der Hamstertaschen verursachen, die sich entzünden und behandelt werden müssen. Oder der Hamster bleibt schlichtweg "stecken" und kann weder vor noch zurück ohne sich ernsthaft zu verletzen. Durch die richtige Lochgröße kann ich diesem gleich im Vorfeld entgegenwirken - somit wäre wieder eine Gefahrenquelle gebannt. 

 


Auch die Höhe der Ebenen spielt eine wichtige Rolle: sie dürfen nicht ZU hoch sein, denn ein Hamster kann Höhen nicht abwägen und lässt sich blind in die Tiefe fallen. Deshalb sind meine Ebenen nie höher als 15 cm über der Einstreukante. Die Höhe meiner Klettertürme richtet sich auch nach der Hamsterart: ein Turm für Mittelhamster hat eine maximale Höhe von 24 cm ohne Dach, für Zwerghamster maximal 20 cm Höhe.

 

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Sie sehen also, ich gebe mir besonders Mühe bereits im Vorfeld mögliche Gefahrenquellen in der Gehege-Einrichtung auszuschalten. Denn ich habe mir zum Ziel gesetzt, ein tiergerechtes Bauwerk zu schaffen das dem Tier Beschäftigung und Abwechslung bietet, ohne sich dabei irgendwie zu verletzen.


    

 

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